Zum Boys´ Day in den Landtag NRW

Schüler der 6. Klasse des Ratsgymnasiums Minden erhält Einblick in den Berufsalltag von Kirstin Korte MdL

Kirstin Korte MdL und Pit Abruszat vor dem Fraktionssaal der CDU
Kirstin Korte MdL und Pit Abruszat vor dem Fraktionssaal der CDU
Minden/Düsseldorf. Der Boys`Day hat das Ziel Schülern einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Es geht darum, gewohnte Perspektiven zu verändern und sich auf andere Berufsbilder einzulassen.
 
Kirstin Korte hat einem Schüler der 6. Klasse des Ratsgymnasiums Minden einen Einblick in ihren Berufsalltag als Politikerin ermöglicht.
 
Seine Erfahrungen an diesem Tag hat er in dem folgenden interessanten Bericht festgehalten (danke Pit, dass ich ihn an dieser Stelle veröffentlichen darf!):
 

Landtag Nordrhein-Westfalen
 
Am 24.04.13 war ich in Düsseldorf im Landtag NRW. Der Landtag besitzt 237 Abgeordnete aus den Parteien der SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und den Piraten. Der Kreis Minden-Lübbecke stellt 5 Abgeordnete in Düsseldorf. Nämlich Inge Howe und Ernst-Wilhelm Rahe (beide SPD), Friedhelm Ortgies und Kirstin Korte (beide CDU) und Kai Abruszat (FDP). Diese 5 Landtagsabgeordnete haben zur Info den weitesten Weg nach Düsseldorf (Zug:2h, Auto:3h).
 
Information: Wer hat den Landtag erfunden?
 
Das Wort Parlament kommt aus dem Französischen (parlement=Unterredung, parler=reden). Das Landesparlament nennt sich Landtag, weil sich an einem Tag von den Bürgern gewählte Männer und Frauen zusammen kommen, um für das Land Entscheidungen zu treffen. Erfunden haben unser Land und den Landtag die Briten. Nach dem 2. Weltkrieg war das Gebiet zwischen Rhein und Weser von ihnen besetzt. Sie bestimmten 200 Personen als Abgeordnete, die sich am 02.10.1946 zum ersten mal trafen. Die Briten legten auch fest, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf sein sollte. Inzwischen gibt es den Landtag seit über 60 Jahren. Rund 2000 Abgeordnete wurden seitdem ins Parlament gewählt.(Quelle: Der Landtag Nordrhein-Westfalen)
 
Information: Was macht der Landtag?
 
(...) 2. Gesetze machen
 
Damit sich möglichst alle an die gleichen Regeln halten, wird vieles in Gesetzen geregelt. Dort steht, was erlaubt ist und was nicht. Z.B. Schule, Fernsehen, Steuern, ... . Viele Entscheidungen, die die Bürger speziell in NRW etwas angehen, werden im Plenarsaal getroffen. Die Abgeordneten entscheiden meistens mit Handzeichen und manchmal mit einer namentlichen Abstimmung. (Quelle: Der Landtag Nordrhein-Westfalen)
 
 
Der Boys Day:
 
Weil Minden die Stadt ist, die am weitesten von Düsseldorf entfernt ist, musste ich schon um 6 Uhr aufstehen. Um 7:28 Uhr fuhr unser Zug nach Düsseldorf. Dort hatten wir Kai Abruszat angerufen und erfuhren, dass sein ICE 55min Verspätung hatte, weil ein Mensch sich vor einen Zug vor den ICE geworfen hatte. In Düsseldorf kam er dann 75min zu spät an. Wir waren also mit dem RE schneller :). Um 10 Uhr waren wir dann in Düsseldorf. Dort trafen wir dann Friedhelm Ortgies und Kai Abruszat zufällig an Hbf. Wir fuhren zusammen mit ihnen in einem Taxi zum Landtag. Der Landtag achtet sehr auf Sicherheit. Das habe ich gemerkt, als wir dann in den Landtag wollten. Dort ist es wie im Flughafen. Im Landtag warteten wir dann auf die Chefin von meinem Vater, Kirstin Korte. Sie kam aus einer Debatte und hatte es deshalb eilig. Sie brachte uns dann auf unsere Sitzplätze und ging dann wieder auf ihren Platz im Plenarsaal. Von der Tribüne aus konnte man alles sehr genau sehen. Die Präsidentin, die Abgeordneten, den Redner, ... . Wir hörten uns die Debatte zum Thema "Uli Hoeneß" bzw. Steuern an. Diese Debatte war sehr interessant. Übrigens: Die Politiker verschiedener Parteien sitzen nicht nebeneinander (z.B: FDP, SPD, Piraten), sondern sie sitzen geordnet in den Parteien(z.B: FDP, FDP, FDP, SPD, usw). (Bilder dazu gibt es am Ende des Berichtes). Als die Debatte vorbei war, gingen wir ins Büro von Fr. Korte und ich durfte sie interviewen. Ich fragte sie unter anderem, ob man als Abgeordnete nicht immer zu einer Sitzung muss. Sie antwortete, dass man dies manchmal machen dürfe, aber nicht immer. Ich fragte sie unter anderem auch noch, wie lange ungefähr eine Plenarsitzung dauert. Sie antwortete, dass die längste bisher 14 Stunden (10 Uhr bis 0 Uhr) gedauert hat. Nach dem Interview gingen wir in die Kantine und aßen etwas. Danach zeigte eine Mitarbeiterin von Fr. Korte, Anja Vesper, mir das Gebäude. Das heißt, den Fraktionsraum der CDU, die Bibliothek, den Panoramafahrstuhl und Glaskunstwerke sowie den schönen Blick auf Düsseldorf. Danach war der Tag im Landtag für mich vorbei und wir fuhren mit der Straßenbahn zurück zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Dort warteten wir noch eine halbe Stunde bis der Zug nach Minden kam. Als der Zug dann kam, stiegen wir ein und wir merkten sofort, dass etwas nicht stimmte. Die Klimaanlage fiel nämlich aus und wir konnten uns nicht umsetzen, weil die ganzen Leute, die in Düsseldorf BVB Fans sind und zum Spiel nach Dortmund wollten (Champions Leage Spiel: BVB : Real Madrid). Erst, als wir in Dortmund waren, konnten wir uns umsetzen. Als wir dann in Minden ankamen, waren wir froh, endlich wieder da zu sein, denn der Tag war zwar schön, aber auch anstrengend.
 
Minden, den 24.04.13
 
Pit Abruszat (6D) Ratsgymnasium

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