„Jeden Vorgang durchforsten“

Kirstin Korte zu ihrer neuen Aufgabe im PUA „Kindesmissbrauch"

Wenn in Kürze der neu eingesetzte Parlamentarische Untersuchungsausschuss rund um den jahrelangen Kindesmissbrauch auf dem Campingplatz in Lügde (PUA „Kindesmissbrauch“) seine Arbeit aufnimmt, stellt sich damit auch für die heimische Landtagsabgeordnete Kirstin Korte eine neue Aufgabe.

Die Christdemokratin aus Minden gehört dem Gremium als ordentliches Mitglied und darüber hinaus als stellvertretende Ausschussvorsitzende an, wie der Landtag von Nordrhein-Westfalen in seiner Plenarsitzung am Mittwoch (10.07.2019) mehrheitlich entschieden hat.

„Die grundsätzliche Arbeitsweise eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses ist mir aus dem Gremium zum Fall Amri noch bestens bekannt“, erklärt Kirstin Korte, die bis zum Ende der letzten Legislaturperiode auch dort stellvertretende Vorsitzende war. Sie fügt hinzu: „Dennoch stellen die Berufung in den PUA „Kindesmissbrauch“ sowie der stellvertretende Vorsitz noch einmal eine ganz neue Aufgabe dar. Es ist eine große Verantwortung, diesem Gremium anzugehören, um in dieser furchtbaren Angelegenheit Licht ins Dunkel zu bringen. All den Kindern, die Opfer wurden, und ihren Eltern sind wir es schuldig, dass wir lückenlos und parteiübergreifend aufklären, was dort über Jahre geschehen ist.

Als Mutter, Großmutter und ehemalige Grundschullehrerin fällt es umso schwerer, auf das Ausmaß des Skandals zu blicken. Der Fall Lügde steht schon jetzt für Wegschauen und für Überforderung, für eklatante Fehler und für ein Versagen auf vielen Ebenen. Daraus müssen und werden wir für die Zukunft Konsequenzen ziehen. Doch um eines ganz deutlich zu sagen: Es gehört zur Ehrlichkeit dazu, dass es eine hundertprozentige Sicherheit in dem Bereich nie geben wird. Ich kann nur versprechen, dass wir als CDU-Mitglieder dieses Ausschusses alles möglich machen und im Zweifel jeden Vorgang durchforsten werden, um in Zukunft die Gefahr für Kinder zu reduzieren.“

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