CDU Startup-Tour besucht das Denkwerk in Herford

Kirstin Korte MdL und IT-Unternehmer Oliver Flaskämper
Kirstin Korte MdL und IT-Unternehmer Oliver Flaskämper
Während ihrer eintägigen Startup-Tour besuchte die CDU junge Unternehmer. Im Kreis Herford wurde auch im Denkwerk halt gemacht: Ein innovatives Startup-Zentrum mitten in OWL.

Die Gruppe besuchte das 2015 gegründete Denkwerk in Herford. Dabei handelt es sich um ein „Co-Working-Space“ (etwa: Raum für Zusammenarbeit) auf 2.800 Quadratmetern Nutzfläche. Der IT-Unternehmer Oliver Flaskämper ist der Gründer dieses Existenzgründer-Campus an der Leopoldstraße: Eine Großfläche mit Schreibtischen, IT-Ausstattung, Schränken, Küche, Fitnessstudio und Sauna, in die sich Selbstständige, Kleinfirmen, Startups, auf Dauer Temporär einmieten und mit Gleichgesinnten arbeiten, Kontakte nutzen und Netzwerke knüpfen können.

„Gerade Neugründer sind oft als Einzelkämpfer unterwegs. Es ist aber extrem wichtig andere Gründer kennenzulernen und einen regen Austausch mit Gleichgesinnten zu haben“ so Flaskämper. Die stellvertretende Bezirksvorsitzende Kirstin Korte war begeistert von den Möglichkeiten des Denkwerks: „Ich bin fasziniert von der Vernetzung, die das Denkwerk hier ermöglicht. Innovativer geht es nicht mehr. Das hier ist ein absoluter Leuchtturm für Neugründer aus Ostwestfalen-Lippe“ so die ostwestfälische Landtagsabgeordnete Korte.

Oliver Flaskämper ist ein leidenschaftlicher Unternehmer. Seit über 20 Jahren begleitet ihn das Internet. Er wollte immer ein Grundstück haben. Irgendwann kamen die Domains, die digitalen Grundstücke des kleinen Mannes. Er steht für multiple Geschäftsideen. Sehr erstaunlich ist die Tatsache, dass er im ganzen Leben noch nie einen Business-Plan geschrieben hat. „Unternehmertum und 100 % Sicherheit geht nicht Hand in Hand. Man muss dahinter stehen“, so Flaskämper.

Eins von vielen Startups im Denkwerk ist Narrando. Es handelt sich dabei um eine App, mit der sich Nutzer Artikel vorlesen lassen können. Die Vertonung von Artikeln jeglicher Art ist die Geschäftsidee dieses Startups. Wichtig allerdings hier: Es sind echte Vorleser und keine Roboterstimme, die die Artikel vorlesen. Über 100 Vorleser aus Deutschland und Österreich hat das Unternehmen in der Datenbank. Tendenz steigend! „Menschen lassen sich gerne Texte vorlesen – gegenüber den Text-to-Speech Nachrichten, die eher kalt und befremdlich wirken“ so der Wirtschaftsforschungs-Student und Mitarbeiter Niklas Rolf.

Kirstin Korte empfiehlt den Kommunen, sich noch mehr um junge Unternehmen vor Ort einzusetzen. „Wir wollen die Kommunen nicht überbeanspruchen, aber sie profitieren auch von starken Firmen über die Gewerbesteuer. Das Risikokapital für junge Firmen muss vom Bund kommen, während das Land für geeignete Rahmenbedingungen zu sorgen hat“ so Korte.

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