Die Ampelkoalition lässt das Preußenmuseum im Regen stehen

CDU-Fraktion des LWL will zeitnahe Entscheidung beantragen

Die mehrheitliche Vertagung des Übernahmebeschlusses durch den LWL und die Umwandlung der Stiftung Preußen-Museum in eine Stiftung Preußen-Museum Westfalen durch SPD, Grüne und FDP wird von der Kreis CDU und dem CDU-Stadtverband Minden in einer gemeinsamen Presseerklärung scharf kritisiert.
 
Damit  werde, so stellte die Kreisvorsitzende und stellvertretende Landrätin Kirstin Korte heraus, die bereits seit 2010 andauernden Verhandlungen und das Ringen um eine neue Trägerschaft des Museums erneut verschoben. Die jetzige Verschiebung lasse erkennen, dass es in der Ampelkoalition des LWL offensichtlich eine Mehrheit gebe, die auch eine Dauerschließung des Preußenmuseums in Kauf nehmen würde.
 
Kirstin Korte begrüßte ausdrücklich, dass LWL Direktor Dr. Wolfgang Kirsch mit der Vorlage des Beschlussvorschlages das Gezerre zwischen Land und LWL beenden wollte, in dem Bedingungen an das Land gestellt worden seien, deren Erfüllung das Land NRW zustimmend signalisiert habe.

An Erwartungen festzuhalten, die das Land durch zwei Ministerien und in Schriftform abgelehnt habe, und davon die Übernahme  des Preußenmuseums abhängig zu machen, sei ein sehr riskantes Spiel, erklärte die CDU-Kreisvorsitzende.
 
Diese Einschätzung wird vom Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Friedrich Klanke uneingeschränkt geteilt. Er wies darauf hin, dass eine erneut zu überar-beitende Verwaltungsvorlage nach dem bevorstehenden Ausscheiden des LWL-Direktors Dr. Kirsch, der sich vehement sowohl für das Preußenmuseum als auch für die umfangreiche Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals eingesetzt habe, in der Verwaltungsspitze dann eine andere Sichtweise erfahren werde.
 
Der neugewählte LWL-Direktor Matthias Löb stehe schon grundsätzlich einer LWL-Trägerschaft skeptisch gegenüber, so Klanke. Er  wies ferner darauf hin, dass bis zum 30. September dieses Jahres der Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ zu stellen ist.
 
Der Aufbau des Netzwerkes „Preußen in Westfalen“ als Bestandteil des Gesamtkonzeptes „Preußen-Museum “ sei mit insgesamt 465 000 Euro kalkuliert. Davon solle 50 % durch das Förderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ finanziert werden. Auch diese Förderung hänge von der abgesetzten Entscheidung ab, so Klanke.
 
Der Geschäftsführer der CDU-Fraktion des LWL kündigte an, dafür einzutreten, dass seine Fraktion den Antrag stellt, dass in der am 27. Mai stattfindenden Sitzung des Landschaftsausschusses die Verwaltungsvorlage erneut zur Abstimmung gestellt wird.

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