„Das spannendste 0:0 meines Lebens“

Kirstin Korte bei Polizeieinsatz zum Revierderby

Revierderby im Westfalenstadion Dortmund
Revierderby im Westfalenstadion Dortmund
Ein Innenausschussmitglied aus jeder der 5 im Landtag vertretenen Fraktionen konnte als Einsatzbeobachter den Polizeieinsatz beim Spiel BVB gegen Schalke aus der ersten Reihe miterleben. Für die CDU war die Mühlenkreis-Abgeordnete Kirstin Korte am und im Stadion dabei. „Jetzt weiß ich auch, wie laut China-Böller sein können, wenn sie recht nah am Ohr gezündet werden.“
 
Vielfältige Impressionen hat die Politikerin mitgebracht, die die Arbeit im Ausschuss untermauern. Seit Monaten ist das Thema Fanrandale und der Umgang damit immer wieder Gegenstand von langen Debatten.
 
3.000 überwiegend junge Polizistinnen und Polizisten waren am Dienstag in und am Stadion in Dortmund im Einsatz, dazu 2 Reiterstaffeln, die Pferde mit speziellen Plexiglasvisieren ausgestattet. „Die Ausrüstung eines Bereitschaftspolizisten wiegt ca. 12 Kilo“, hat Korte erfahren können. „Der Anteil an weiblichen Einsatzkräften liegt bei etwa 40%.“

Wichtigste Aufgabe des Abends war die Trennung der Fanströme, um Randale zu vermeiden. Obwohl die Polizei im Stadion eigentlich gar nicht zuständig ist – das Hausrecht liegt in diesem Fall beim BVB – wird gerade für Spiele wie Derbys eine große Anzahl an Polizisten gebunden. Die Kosten trägt das Land.
 
„Glücklicherweise ist der Abend friedlich geblieben, so dass die eingerichteten Arrestbereiche weitestgehend ungenutzt blieben“, fasst die Christdemokratin zusammen. „Randalierer von auswärts wären in einem Bereich des Stadions festgesetzt worden, Heim-Fans werden aufs Präsidium gebracht.“ Das Polizeipräsidium Dortmund ist übrigens nach dem Kölner das zweitgrößte in NRW und mit modernster Leitstellentechnik ausgestattet.
 
Nach einer Schicht mit einer Streife im Mühlenkreis war dies der 2. Polizeieinsatz, den Korte als Zuschauerin begleiten durfte. Zwei Erlebnisse mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, aber doch einem gemeinsamen Fazit: „Die Professionalität, Ruhe und Besonnenheit der Beamtinnen und Beamten möchte ich ausdrücklich positiv hervorheben. Das richtige Gespür für die Situation kann im Polizeialltag richtungsweisend sein.“

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