CDU will Polizeidienst für Haupt- und Realschüler öffnen

Kirstin Korte MdL
Kirstin Korte MdL
Während in der Antwort auf eine Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion der spürbare Anstieg der Kriminalität bestätigt wird, können sich auf der anderen Seite derzeit nur Abiturienten und Inhaber der Fachhochschulreife für den Polizeidienst bewerben.
 
Nach Angaben aus diesem Papier ist die allgemeine Kriminalitätsbelastung von1980 bis 2013 um über 40 Prozent gestiegen. Besonders bei den Wohnungseinbrüchen haben sich die Fallzahlen im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt, bei der Rauschgiftkriminalität nahezu verdreifacht und bei den Betrugsdelikten sogar fast verfünffacht.
„Die CDU-Fraktion wird die Ergebnisse der Großen Anfrage zum Gegenstand einer ausführlichen Debatte im Landtag machen“, kündigt die heimische Abgeordnete Kirstin Korte, Mitglied im Innenausschuss, an. „Nach §86 Absatz 1 der Geschäftsordnung des Landtags sind Große Anfragen innerhalb eines Vierteljahres zu beantworten. Diese hier wurde am 5. März 2013 eingebracht. Bis zur Beantwortung waren fast 8 Monate ins Land gegangen.“
 

Unabhängig von dieser Anfrage hatte die CDU bereits im Oktoberplenum den Antrag eingebracht, den Polizeidienst wieder vermehrt für Haupt- und Realschüler zu öffnen. „Auch die Polizei muss sich dem Wettbewerb um die besten Köpfe stellen. Angesichts der demografischen Entwicklung stellt sich die Frage, ob mit dem gegenwärtigen Ausbildungsmodell zukünftig in ausreichender Zahl motivierte Bewerber zu Verfügung stehen“, sagte Kirstin Korte. „Andere Bundesländer, z.B. Hessen und Niedersachsen, ermöglichen bereits seit Jahren auch Bewerbern mit mittlerem Bildungsabschluss eine Zugangsmöglichkeit zum Polizeiberuf.“

Nach oben