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18.06.2018, 14:42 Uhr

Wir ermöglichen äußere Differenzierung für den Hauptschulgang an Realschulen

Kirstin Korte zum Plenumsbeschluss zur Schulgesetzänderung des §132c vom 13.06.2018

Mit dem aktuellen Beschluss (Drucksache: 17/2748) werden alle Möglichkeiten zur qualitativen Ausgestaltung des Hauptschulbildungsganges an Realschulen auch in äußerer Differenzierung ermöglicht. Dazu erklärt die Landtagsabgeordnete Kirstin Korte:

Kirstin Korte MdL
Düsseldorf - "Der Hauptschulbildungsgang ist eine wichtige Säule unseres dualen Ausbildungssystems und damit Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. In Zeiten von auslaufenden Hauptschulen in NRW ist es für uns wichtig, ein vielfältiges Angebot von Bildung im Hauptschulbereich nachhaltig zu sichern. Mit unserem politischen Antrag stärken wir die Möglichkeit einer äußeren Differenzierung eines Hauptschulzweigs an den Realschulen.
Damit ermöglichen wir das jetzige und künftige Schülerinnen und Schüler mit einer Hauptschulempfehlung eine wohnortnahe Beschulung erhalten. Mit unserem Antrag zum §132c des Schulgesetzes öffnen wir die äußere Differenzierung ab der Klasse 5 und schaffen mehr Flexibilität für die Schulen. Die bisherige Praxis, solch eine äußere Differenzierung nur im Rahmen von 1/3 der Unterrichtsstunden zuzulassen ist nicht immer ausreichend. Mit dieser Änderung entsteht keine Verpflichtung, einen Hauptschulbildungszweig äußerlich differenziert anzubieten. Mit unserem Vorhaben räumen wir den Schulen die Freiheit ein, selbst über den Umfang der Differenzierung zu entscheiden und stärken damit weiter die individuellen Fördermöglichkeiten.“

Hintergrund:

Als „Innere“ Differenzierung bezeichnet man die Beschulung von Hauptschülern und Realschülern in einer Realschulklasse. Bei einer „Äußeren“ Differenzierung werden im Jahrgang einer Schule verschiedene Klassen gebildet, die dann zum Hauptschul-/ oder zum Realschulabschluss führen.
Aktuell ist es mit dem §132c im Schulgesetz möglich einen ergänzenden Bildungsgang an Realschulen anzubieten, der zum Hauptschulabschluss führt. In der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-S I) wurde von der alten rot-grünen Landesregierung diese Möglichkeit jedoch aus ideologischen Gründen stark eingeschränkt. Eine äußere Differenzierung ist nur ab der 7. Klasse und mit maximal einem Drittel der Stunden zulässig. Dies ist im Schulalltag nicht praktikabel, da mit einem Drittel der Stunden nicht einmal die Hauptfächer abgedeckt sind. Die meisten Schulen favorisieren eine Mischform, eine Äußere Differenzierung für die Hauptfächer, um allen Schülern die beste Förderung zu ermöglichen. Eine Innere Differenzierung wird dabei für den weiteren Unterricht favorisiert.

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